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Ich bin nicht dick.

Und wir sind nicht faul. Niemand sollte das denken. Drei Tage oder aehnlich ohne einen Buchstaben oder ein Bild heissen nicht, dass wir faul sind. Wir erholen uns nur. Dieses fortwaehrende Erleben ist schliesslich anstregender als einfach nur so zur Arbeit gehen oder aehnliches. Das ist man gewohnt. Das geht leicht von der Hand. Sich jeden Tag wieder neuen Dingen aussetzen hingegen, das kann ganz schoen fertig machen. Und weil es die letzten Tage hier in Darwin eh in solchen Mengen geregnet hat, dass wir alle vorherigen abfaelligen Bemerkungen ueber die ausbleibende Regenzeit bitterlich bereuen, haben wir uns erholt.
Gemacht haben wir dabei auch was, ja. Aber an die im Selbstversuch gewonnen Erfahrungen mit dem lokalen Lieblingsgetraenk Whiskey-Cola koennen wir uns leider nicht mehr erinnern. Beinahe so wenig wie Marie.

Aber. Faul sind wir nicht. Also haben wir die Formen der Shangri La-Berichterstattung auch ohne Nachfrage um die Gattung laufende Bilder erweitert. Und die Werke gleich fuer diverse Kurzfilmpreise angemeldet.
Viel Spass in Kununurra, dem Kakadu Nationalpark, in Jaipur und dem Zug nach Delhi. Noch in der Warteschleife: Shangri La auf den Spuren der Menschenverkaeufer im Nachtleben von Delhi. Lange her. Aber sicher noch heiss.

Neue Spezies entdeckt.

Es ist geschehen. Wir sind ohne Auto. Die uns umgebende Geschwindigkeit hat sich damit dramatisch verringert. Einige Entdeckungsmoeglichkeiten sind uns genommen. Neue Formen der Beschaeftigung treten an ihre Stelle. Ausgehen zum Beispiel. Lange Naechte in Vergnuegungsetablissements.
Bereits bei den ersten Versuchen in dieser ungewohnten Betaetigung haben wir grosse Erfolge erzielt. Wir sind nicht zusammengeschlagen worden, obwohl wir aus Deutschland sind - ‘i hate germans. not you personally, i like you, ’cause we’re talking now, and i’m not going to hit you. but i hate germans.’
Und wir haben eine neue Spezies entdeckt: Den nordaustralischen Kampftaenzer.

Nicht zu verwechseln mit der brasilianischen Variante ist der nordaustralische Kampftaenzer eine recht junge evolutionaere Kombination der Gattungen Kampfsportler und Kampftrinker. Als solcher ist er von breiter Statur, traegt eine beindruckende Nackenmuskulatur und ist naturgegeben betrunken. Seine Eigenart wird bei einsetzender Musik deutlich. Waehrend die Gesichtszuege des Kampftaenzers zu jenen eines alle Mutterliebe vergessenden Bullterriers gefrieren, setzt sich der Koerper in Bewegung. Die motorischen Ablaeufe lassen dabei darauf schliessen, dass der Kampftaenzer durch Betrachten zu vieler Justin Timberlake Videos der eigenen Koerpersprache verlustig gegangen ist und statt dessen ein Tanzflaechenleben als Choreografie-Sklave fuehrt, auf das neben Herrn Timberlake allenfalls noch die Scissor Sisters Einfluss haben.
Das Betrachten des nordaustralischen Kampftaenzers ist nicht ohne Gefahr. Er ist im nuechternen Zustand kaum zu ertragen und regt daher zum Konsum grosser Mengen Alkohols an. Spaetfolgen wie die Neigung, mit dem Selbststudium diverser Kampfsportarten zu beginnen, koennen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden.