Wie man Maedchen kennenlernt.
Die Handhabung elektrischer Anlagen in Bangkoker Hotels der niederen Preisklasse ist nicht ohne Gefahren. Aber kann von Erfolg gekroent sein, wenn auch nicht immer dem erwarteten.
Der Handlungsbedarf sieht ungefaehr so aus: Das Zimmer ist klein. Und hat nur ein Fenster in den permanent nachtschwarzen Innenhof. Zum Glueck blaest ein Ventilator. Im Bad nebenan allerdings ist der Ventilator hin, weil ein Kabel aus der Halterung gerutscht ist. Das macht die Luft im Bad schwer. Sehr schwer und muffig.
Der Loesungsansatz: Das Kabel ist ja nur aus der Halterung gerutscht. Ein bisschen Plastikummantelung ist auch noch uebrig. Wenn man nur das Plastik, nicht das Kabel anfasst, und dann die Enden schoen vorsichtig zusammenbringt. Muesste doch gehen.
Das Ergebnis: Ein schnelles, kurzes, fuppendes Geraeusch. Gefolgt von einem dumpfen Thump des eigenen Koerpers, der vor Schreck gegen die rueckwaertige Badezimmerwand schlaegt. Ein kurzer Funkenschlag, der Loecher in das Plastik der Muelltuete sengt. Und Dunkelheit.
Tiefe Dunkelheit im ganzen Zimmer. Im Zimmer nebenan auch, wie man hoert. Dunkelheit in der ganzen Etage, wie ein Blick auf den Flur bestaetigt.
Das Ergebnis auch: Maedchen 1 fragt “what happened? i was just about to take a shower.” Maedchen 2 bittet “could you get somebody to fix that?” Alle Maedchen sind auf dem Flur. Alle Jungs sind….nur wir sind da und bestimmt nicht Schuld. Also kann man ja mal. “yepp. we’ll go down and get somebody. but that’s sure going to take a while. so why don’t come down with us and get a drink.”
So geht das mit den Maedchen.
Oder ginge, wenn einem auch die letzten zwei Saetze nicht erst beim Schreiben einfallen wuerden.



