Nanga Beach Resort.
Nimm mindestens 10 Liter Wasser pro Person mit. Habe immer einen gefuellten Ersatzkanister voll Benzin dabei. Trinke regelmaessig. Tanke ebenso. Solche und weitere Ratschlaege fuer das Ueberleben auf weiter Strecke in der Hitze Westaustraliens gibt’s an jeder Ecke.
Strassen, auf denen taeglich zehn Autos verkehren, und Landstriche, in denen der naechste Ort oft mehr als einen Tagesmarsch entfernt ist, eignen sich hervorragend fuer ausgedehnte und finale Saunakuren nach Reifenschaeden oder aehnlichem. Oder fuer unerwartete Funde am Wegesrand.
Dann, wenn man Ratschlag eins und zwei ignoriert und sich auf offener Strecke ploetzlich einer unerwartet schnell fallenden Tankanzeige gegenueber sieht, die in einem roten Warnlicht muendet, das ‘Fuetter mich’ schreit. Und das, obwohl man doch grade noch dachte, die 120 Kilometer bis zur naechsten Tanke doch locker zu schaffen.
Dann stirbt man. Oder findet das Nanga Beach Resort. Was besser ist. Eindeutig sogar.
An die Seite der Shark Bay irgendwo unterhalb der Mitte der Westkueste geklebt fristet das Nanga Beach Resort ein eher unbeachtetes Dasein. Wir zaehlten fuenf weitere Gaeste in Bungalows, Backpacker-Unterkuenften und Campingplatz, die fuer mehr als hundert gereicht haetten. Wir zaehlten neun Angestellte. Und zu unserem Glueck zwei Zapfsaeulen.
Wir sahen aus der Unterkunft durch die Sonne das Meer leuchten. Assen Chicken Curry, zu dem es den Kaesekuchen als Nachtisch gratis gab. Und entspannten im im 19 Dollar die Nacht inbegriffenen Spa, als der Sternenhimmel aufging.
Alles hier, auch wenn man es nicht gleich auf den ersten Blick erkennt. Und auf alle Faelle besser als jetzt schon tot.


