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Am Wegesrand, Teil 1.

Was geschah eigentlich bislang? Ausser den kleinen geschilderten Episoden?
Fuer ein bisschen Ueberblick der Verlauf im Abriss. Wird bei anhaltender SchreibFaulheit demnaechst fortgesetzt.

Start: Bombay; Verkehrsmittel: Flugzeug.
Hier waeren wir beinahe Filmstars geworden. Was dagegen wirklich geklappt hat: Uebers Ohr gehauen werden und den ueber eine Woche anhaltenden Durchfall einfangen (er ist uebrigens, danke der fortgesetzten besorgten Nachfragen, ueberwunden - alles bestens im Bauch).

Bombay -> Delhi; Verkehrsmittel: Flugzeug.
Wiederholte Treffen mit Kate und Ganesh. Herumstolpern im vermutlich weltgroessten Basargelaende. Und deutliche Verbesserung der Preisverhandlung mit den Tuktuk-Fahrern.

Delhi -> Agra; Verkehrsmittel: Zug.
Luxuszug, wohlgemerkt. Mit Zeitung, Flasche Wasser, Tee, warmem Fruehstueck. Alles am Platz, im Preis inbegriffen, und stilvoll dargereicht. In Agra. Taj Taj Taj. Und ein bisschen mehr.
Wg. Durchfall und Schlafattacke faellt eine Station in der Reiseplanung aus. Statt dessen direkt weiter nach…

Agra -> Jaipur; Verkehrsmittel: Bus.
Bisschen eng, der Bus. Bisschen enttaeuschend, die Stadt. Die rote sollte es sein. Mit ganz viel Basar und so. Gab’s auch, aber jetzt nicht so zum Umfallen. Vielleicht waren aber auch die Energietanks leer, um dem Ort etwas abzugewinnen.

Jaipur -> Jodhpur; Verkehrsmittel: Nachtzug.
Oh Jodhpur, die blaue Stadt. Viel blauer als die rote je rot sein wird. Leuchtend schoen, verwirrend winkelig, und dann das Fort Mehrangarh hoch ueber den Daechern. Jederzeit hinfahren. Von hier auch kleinen Ausflug in die umliegende Wueste zur aeusserst zwanglosen Besichtigung der lokalen Dorfbevoelkerung unternommen.

Jodhpur -> Delhi; Verkehrsmittel: Nachtzug.
Wieder Delhi. Nur kurz zum Abschied. Noch mal Kate und Ganesh. Und endlich indisch Essen ohne Ruecksicht auf den Verdauungstrakt.

Das war’s bis hier. Danach Bangkok. Aber so weit sind wir ja noch nicht.

Taj.

‘you actually should go to agra and see the taj’, sagte Kate.
(Kate ist eine Freundin von supersoon, die in Delhi bei Aerzte ohne Grenzen…. mehr koennte s. sagen. Aber der sagt ja nix. - Anm. d. Red.)
”although when i was there it felt as if looking at the postcards would do just as well.’

Richtig eins, falsch zwei.
Nach Agra fahren und Taj Mahal angucken ist immer ne Option, wenn man eh grade zufaellig in der Naehe ist. Das ist zwar Tourismus. Aber was anderes machen wir ja schliesslich auch nicht.
Aber das mit der Postkarte….Nein. Das Ding ist gross. Es ist weiss. Es ist schoen. Und sitzt ganz genau so halbwirklich und entrueckt auch seinem Marmorsockel, wie es im Reisefuehrer steht.
So faszinierend, dass man immer noch ein Foto macht. Und dann zur Sicherheit noch eins, weil die anderen bestimmt noch nicht gut genug sind. So, dass man zwei Stunden drum herum laueft und guckt, sich beim Weggehen aber trotzdem noch mal umdrehen muss, um einen Blick mehr zu kriegen.

Um dieses Bild zu erzeugen, werden in Agra alle Arbeitslosen von der Strasse aufgelesen, um an allen Enden der Stadt genuegend kleine Feuer fuer den Dunst zu erzeugen, der das Taj Mahal so glimmern laesst.
Aber das. Ist eine andere Geschichte.