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Am Wegesrand, Teil 2.

Wo waren wir gleich? Ach ja. Thailand. Dann Australien. Mittlerweile zwei Staedte. Im Kurzabriss ging das so:

Delhi -> Bangkok; Verkehrsmittel: Flugzeug.
Indien Thailand heisst kleiner Kulturschock gratis. Mehr muss nicht mehr. Ist eh alles gesagt.

Bangkok -> Kanchanaburi / River Kwai -> Bangkok; Verkehrsmittel: Minibus, Floss, Elefant.
Schauplatz von 3 day 2 nights. Einer Elefantenwaesche am Morgen. Und Tigertaetscheln am Mittag. In Summe: Machen.

Bangkok -> Sydney; Verkehrsmittel: Flugzeug.
Am anderen Ende. Und doch fast wie Zuhause. Zumindest an der Oberflaeche ist Australien in der Stadt immer gleich ganz da. Eine Woche zwischen Sightseeing und Wiedersehen. Voruebergehendes Ende des Hotellebens dank Aufnahme bei supersoons Fruenden Britta und Jonathan in Redfern. Wer da sonst noch alles auf der Liste war verraet der auf Nachfrage. Im kleinen Kreis bekannt sonst nur eine gewisse C., einst in Hamburg zu Gast.
Die Stadt fuer jetzt stiefmuetterlich behandelt. Aber wir kommen ja wieder.

Sydney -> Perth; Verkehrsmittel: Flugzeug.
1,4 Mio. Einwohner und doch eine Kleinstadt. Irgendwie. Trotz der Hochhaeuser in der Mitte macht dieses Ende des Kontinents einen sehr laendlichen Eindruck. Passend dazu: Jedes dritte Auto auf der Strasse ist mit BlingBling getunt. Doerfler sind halt ueberall Doerfler.

Perth -> Darwin; Verkehrsmittel: Auto.
Nana. Das kommt erst noch. Und wird mit Herzklopfen erwartet.

Hotel Popiang.

Prostitution und Bestechung sind Dinge, die jeder Mensch mit halbwegs gesundem Verstand mit Thailand assoziiert. Und beides kann man hervorragend im Hotel Popiang (Bangkok, Soi Rambutri, Chakapong Road, Tel. 66-2-282-2628) studieren.
Waehrend andere Etablissements schliessen, laesst das Hotel Popiang die Pforten seiner Bar einfach auf. Die ganze Nacht.

Und Prostitution auf Bangkoks Strassen geht ungefaehr so. Maenner halten einem kleine Kaertchen mit Bildern von Frauen unter die Nase. Ganz heimlich natuerlich. Auf den Karten steht irgendwas. Manchmal das, was diese Frauen dann so mit einem anstellen. So kommt man an eine Frau. Oder sie liest einen in einer Bar auf. Oder spaeter und vehemtenter auf der Strasse. Jedenfalls hat man dann diese Frau.
Und geht endlos mit ihr spazieren. Die Strasse rauf, die Strasse runter. Kehrt ein im Hotel Popiang fuer ein Bier. Und geht wieder spazieren. Die ganze Nacht. Manche auch den ganzen Tag. Kommen zurueck ins Hotel Popiang und trinken noch was. Einige fallen irgendwann betrunken vom Stuhl. Die Maenner, natuerlich. Bevor sie noch eine Runde gehen.
Ob sonst noch was geht bei der Prostitution in Thailand ist nicht ganz klar. Aber es braucht auf alle Faelle gutes Schuhwerk dafuer.

Die Bestechung hingegen ist einfacher zu durchschauen. Sie beginnt damit, dass ein fluchender Thailaender von einem Polizisten am Hosenbund gefuehrt und von sechs weiteren begleitet des Nachts am Hotel Popiang vorbeigeleitet wird. Vor der offenen Hotelbar werden die Flueche heftiger. Die Polizisten beschliessen, den Mann doch gehen zu lassen und statt dessen der Hotelbar einen Besuch abzustatten.
Schnell werden alle Tische, die noch auf der Strasse stehen, weggeraeumt. Die Bitte erfolgt, die Bierflaschen doch kurz unter den Tisch zu stellen. Dann wird viel rein und rausgelaufen und geredet. Schliesslich kommt die Mutter des Hauses heraus, bekommt von ihrem Sohn ein Buendel Bargeld uebberreicht und braust auf dem Ruecksitz eines Polizeimotorrads davon. Die Polizisten gehen, nachdem die Pseudorazzia vorbei ist. Nur einer bleibt, um sich noch schnell ein Bier und etwas zu Essen geben zu lassen. Was vermutlich auch der Mutter auf dem Motorrad hilft.