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3 day 2 nights.

‘how much did you pay for this?’ ist die erste, haeufigste und wichtigste Frage auf dieser Art Trip. Gestellt in schlecht gefederten Minibussen. Ueber lauwarmem Mittagessen. Vor der Sehenswuerdigkeit, die komischerweise doch nicht im Preis inbegriffen ist.
OK, vorher kommt, von zahllosen hilfsbereiten, immer nur das eine falsche s verschluckenden thailaendischen Frauenmuendern geaeussert: ‘you want 2 day 1 nights or 3 day 2 nights?’

Wir wollten 3 day 2 nights. Den Klassiker unter den Kurzreisen.
Und bei Frage 1 haben wir uns ausnahmweise gut geschlagen. ‘eleven fifty. how ’bout you?’ ‘ah f*** [der antwortende ist englaender. daher kann der wortlaut leider nicht im original wiedergegeben werden.], i knew they made me pay too much. fourteen hundred, sh**.’

Uns war das eine und gleiche 3 day 2 nights zuvor fuer zwoelfundert, dreizehnhundert, vierzehnhundert und fuenfzehnhundert Baht angeboten worden. Gekauft haben wir’s dann da, wo die das s verschluckende Dame behauptete, es gaebe gar kein 3 day 2 nights. Immer ein gutes Zeichen.

Der Hauptgrund fuer 3 day 2 nights statt nur 2 day 1 nights ist die Gelegenheit, die Darbietungen thailaendischen Organisationstalents voll auskosten zu koennen. Zwischen Abholung und Abfahrt drei Mal den Bus wechseln, um am Ende doch wieder mit den gleichen Menschen in einem anderen Gefaehrt zu sitzen. Farbige kleine Aufkleber ans T-Shirt bekommen, die 3 day von 2 day und auch 1 day unterscheiden sollen, aber fuer die Zusammensetzung der Gruppen in der Folge ohne Bedeutung sind. Nach Laune sich nicht zu erkennen gebender Menschen recht wahllos auf Unterkuenfte verteilt werden, die von muffiger Matratze auf dem Boden und Gemeinschaftsbad bis zum klimatisierten Zimmer mit Dusche und Balkon reichen (letzteres fuer uns, trotz eleven fifty). Pro Tag weitere drei Autos und zwei Tourguides verschleissen. Und spaetestens am Mittag des zweiten Tages Dinge zum Angucken angeboten bekommen, die man schon am ersten Tag gesehen hat.
Das Reiseziel ist dabei eigentlich egal. Hauptsache unterwegs.

Fuer Neugierige: Uns hat 3 day 2 nights in den Norden von Bangkok nach Kanchanaburi und Umgebung getragen. River Kwai. Der Fluss, die Bruecke, die Eisenbahn.
Und auch das Museum, die vielen Graeber, eine von Hand in den Berg getriebene Schlucht. Schwarze Hoehlen, Wasserfaelle, eine Unterkunft direkt auf dem Fluss. Eine Bekanntschaft aus Kasachstan (’but what borat says is not true.’), deren Name Queen of Flowers bedeutet, weil alle Namen in Kasachstan eine Bedeutung haben. Viel Bier, eine Fahrt auf dem Bambusfloss, ein Ritt auf dem Elefant, ein Besuch bei Tigern, die so unter Drogen stehen, dass alle Welt in einer Prozession wie bei der Begruessung eines Staatsbesuchs sie streicheln darf. Oder muss.
Schon schoen.

Wie man Maedchen kennenlernt.

Die Handhabung elektrischer Anlagen in Bangkoker Hotels der niederen Preisklasse ist nicht ohne Gefahren. Aber kann von Erfolg gekroent sein, wenn auch nicht immer dem erwarteten.

Der Handlungsbedarf sieht ungefaehr so aus: Das Zimmer ist klein. Und hat nur ein Fenster in den permanent nachtschwarzen Innenhof. Zum Glueck blaest ein Ventilator. Im Bad nebenan allerdings ist der Ventilator hin, weil ein Kabel aus der Halterung gerutscht ist. Das macht die Luft im Bad schwer. Sehr schwer und muffig.

Der Loesungsansatz: Das Kabel ist ja nur aus der Halterung gerutscht. Ein bisschen Plastikummantelung ist auch noch uebrig. Wenn man nur das Plastik, nicht das Kabel anfasst, und dann die Enden schoen vorsichtig zusammenbringt. Muesste doch gehen.

Das Ergebnis: Ein schnelles, kurzes, fuppendes Geraeusch. Gefolgt von einem dumpfen Thump des eigenen Koerpers, der vor Schreck gegen die rueckwaertige Badezimmerwand schlaegt. Ein kurzer Funkenschlag, der Loecher in das Plastik der Muelltuete sengt. Und Dunkelheit.
Tiefe Dunkelheit im ganzen Zimmer. Im Zimmer nebenan auch, wie man hoert. Dunkelheit in der ganzen Etage, wie ein Blick auf den Flur bestaetigt.

Das Ergebnis auch: Maedchen 1 fragt “what happened? i was just about to take a shower.” Maedchen 2 bittet “could you get somebody to fix that?” Alle Maedchen sind auf dem Flur. Alle Jungs sind….nur wir sind da und bestimmt nicht Schuld. Also kann man ja mal. “yepp. we’ll go down and get somebody. but that’s sure going to take a while. so why don’t come down with us and get a drink.”
So geht das mit den Maedchen.

Oder ginge, wenn einem auch die letzten zwei Saetze nicht erst beim Schreiben einfallen wuerden.